Lions Benefizkonzert in der Bassumer Stiftskirche

14.10.2014

Litauerinnen singen sich in die Herzen. Musikschule aus der Partnerstadt Telšiai gibt auf Einladung der Lions Benefizkonzert in der Bassumer Stiftskirche. „Musik ist die Sprache der Freundschaft“: Unter diesem Motto trat der Mädchenchor der Musikschule Telšiai in der Bassumer Stiftskirche auf. Vier Tage verbrachten die Gäste insgesamt in der Lindenstadt.

Musik ist die Sprache, die Menschen in der ganzen Welt vereint. Mit diesen Worten schloss Sängerin Goda Kerpauskyte das Benefizkonzert der Musikschule Telšiai am Sonntagabend in der Bassumer Stiftskirche. Ein Konzert, das in Zeiten von Krisen und Kriegen durch seine Botschaft von Freundschaft und Zusammenhalt einen Abend voller Emotionen und lautem Applaus garantierte.

Wenn die Kirchen des Landes gefüllt sind, ist das normalerweise ein Anzeichen dafür, dass Feiertag ist. Nicht so am Sonntag in Bassum. Statt des Weihnachtssegens gab es für die Besucher in der Stiftskirche ein Benefizkonzert der besonderen Art. Aus Bassums litauischer Partnerstadt Telšiai haben sich 33 Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren sowie einem ebenso jungem Geiger zusammen mit ihrer Leiterin und anderen Begleitern auf den Weg nach Norddeutschland gemacht. Eingeladen von dem Lions-Club Bassum-Klosterbach-Delme und dem Lions-Club Syke verbrachte der litauische Chor vier erlebnisreiche Tage in Bassum. Den krönenden Abschluss sollte das Benefizkonzert bilden.

Unter dem Motto „Musik ist die Sprache der Freundschaft“ eröffneten der Erich Zoellner, Präsident des Lions-Club Bassum-Klosterbach-Delme, und Pressesprecher Georg Vogt das Konzert. „Vor fünf Jahren haben die beiden Partnerstädte eine Freundschaftsurkunde unterzeichnet“, erinnerte Zoellner. Die Partnerschaft selbst besteht indes schon seit 1999.
Die Chorsängerin und Solistin Goda Kerpauskyte begrüßte anschließend die Anwesenden: „Wir sind Ihre Gäste, und alle die gekommen sind, um uns zu hören, sind unsere Gäste.“ Stellvertretend für den Chor lud sie die Besucher ein, sich Zeit für einander zu nehmen „und Freunde zu werden“.

Die Stimme von Goda Kerpauskyte sollte darüber hinaus den ganzen Abend sprichwörtlich in den Ohren der Besucher bleiben. So wandelte der Mädchenchor in den 18 Liedern auf den Pfaden von Klassik und Tradition. Schon früh konnten sie durch ihr diszipliniertes, professionelles aber zugleich zurückhaltendes Auftreten das Herz ihrer Gäste gewinnen und sorgten für lauten Jubel zwischen den Liedern. Spätestens bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Ave Maria“ verbreiteten sie vorweihnachtliche Atmosphäre in der Stiftskirche.
Pünktlich zur Halbzeit des Programms bewies der Chor unter der Leitung von Violeta Udelcoviene dann aber auch, dass es durchaus einen Gang schneller gehen kann. Eine Trommel trieb den Chor bei „Cantate Domino“ an, sodass er selbst Filmkomponisten eines Highland-Epos‘ Konkurrenz machen konnte. Mit den Liedern „Was ich dir sagen will“ und „Mutter“ bedankte sich der Chor bei den Gastfamilien, die sich bereit erklärten, die Schüler in ihren privaten Haushalt aufzunehmen. Sie hätten einen großen Teil dazu beigetragen, dass „seit 1999 rund 240 Schülerinnen ihren zum Teil ersten Auslandsbesuch machen konnten“, drückte Goda Kerpauskyte ihren Dank aus.

Nach gut eineinhalb Stunden verließ der Chor bei stehenden Ovationen der Anwesenden die Bühne in der Bassumer Stiftskirche. Glücklich und spendenbereit gaben sich derweil die Zuhörer. Das gesammelte Geld geht an die Musikschule in Telšiai. Gerührt waren auch die Gasteltern Volker und Marion Beranek. Sie nahmen zwei Chormädchen auf und bereuten dies zu keinem Zeitpunkt. „Die Mädchen haben zu unseren eigenen Kindern sofort ein inniges Verhältnis aufgebaut“, beschrieb Marion Beranek den Besuch. Die beiden Sängerinnen schließlich auf der Bühne zu sehen, sei „einfach herzergreifend gewesen“. Für den Kontakt in der Zukunft sei auch gesorgt. „Die Mailadressen wurden schon ausgetauscht“, freute sich Volker Beranek über den Besuch aus Litauen. Am gestrigen Montag begann für alle der Alltag. Der Chor hat sich von den Gasteltern verabschiedet und bereitete sich auf 23 Stunden Busfahrt zurück nach Litauen vor.

Bild: Vogt

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